Chor der Martinskirche Kirchentellinsfurt

 

Wie lange gibt es denn diesen Chor schon und was er hat er so alles gemacht in den Jahren?

Den Chor der Martinskirche in Kirchentellinsfurt gibt es schon seit 1937. Zum 75-jährigen  Jubiläum 2012 wurde dieses mit einer Aufführung des Bach´schen Weihnachtsoratoriums gefeiert, einem Stück, das Chöre auf der ganzen Welt immer wieder gerne singen wollen. Zuvor hatte der Chor mit den Aufführungen der A-Dur-Messe von Bach (1997), dem Brahms-Requiem (2000), der Bach´schen Johannespassion (2002), dem Gloria von Vivaldi (2004), dem Messias von Händel (2007) und dem Magnificat von John Rutter (2009) einen langen Anlauf dafür genommen. Solche Aufführungen kosten wegen der Solisten und dem benötigten Orchester viel Geld, das sich in einer kleinen Kirche wie der unseren mit Eintrittsgeldern allein nicht gegenfinanzieren lässt. Deshalb finden solche „Großprojekte“ nur alle Jahre wieder statt, wenn sich ausreichende Mittel über mehrere Jahre angespart haben. Zum Glück hält die Kirchenmusik viele „kostbare Schätze“ für uns bereit, die sich mit „weniger Aufwand“ realisieren lassen, den Chor ebenso herausfordern, anspornen und zu besonderen Leistungen motivieren. In den Jahren 2015 und 2019 wurden so die Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz aufgeführt, bei der letzten Aufführung um die Bach-Kantate 4 „Christ lag in Todesbanden“ ergänzt, und 2017 die D-Dur-Messe von Antonin Dvorak, zusammen mit der Orgel anstelle eines Orchesters. In 2016 war dem 100. Todestag von Max Reger gedacht worden, drei Konzerte waren mit seinen Chor-a-cappella-Werken gleichmäßig über das Jahr verteilt. Im Gottesdienst singt der Chor mindestens einmal im Monat, nicht immer nur in der „vollen Besetzung“ mit seinen aktuell 23 Sängerinnen und Sängern, sondern auch schon mal als „Alt-Schola“, „Diskant-Schola“ oder „Tenor-Schola“.

 

Wie steht es mit Popmusik und anderen „neueren“ Formen?

Irgendwann Anfang der 2000er-Jahre entstand gerade bei den im Chor singenden Konfirmanden-Eltern der Wunsch, im Rahmen der Konfirmationsgottesdienste andere Musik anzubieten als das „klassische“ Repertoire mit seinen Chorälen, Motetten, Messen und Kantaten. Ein „Gospel-Projekt“ war geboren, das nun Jahr für Jahr im Rahmen der Konfirmationen und eigenen Konzerten oder Konzertbeiträgen auf sich aufmerksam macht. Neue Formen werden dort ausprobiert, neben Neuem Lied auch Swing und Jazz, Gospel und Spiritual, Pop und Rap. Da wird nicht nur gesungen, sondern auch schon mal mit „Körpereinsatz“ wie mit einem Schlagzeug der Rhythmus gegeben, sog. „body-percussion“. Zuletzt wurden Teile der sehr ambitionierten „Missa in Jazz“ vom zeitgenössischen Stuttgarter Komponisten Peter Schindler eingeübt und unter großer Aufmerksamkeit der älteren und jüngeren Zuhörer in Konzert und Gottesdienst präsentiert.

 

Wer kann mitmachen?

Jeder kann mitmachen. Wer schon länger dabei ist, hat irgendwann einmal klein angefangen, ist vielleicht über ein Konzert- oder Gottesdienstsingprojekt mit 3 Proben und Aufführung neugierig geworden, hat Spaß daran gefunden, hat irgendwo in einem Gesundheitsmagazin erfahren, dass das Singen wie nichts anderes Demenzerkrankungen vorbeugt und eine ganz besondere Verknüpfung von Körper, Geist und Seele erfahrbar macht.

 

Wann und wo wird geprobt, wen kann man anrufen?

Immer montags außerhalb der Schulferien wird ab 20.00 Uhr im ev. Gemeindehaus geprobt, meistens bis um Viertel vor zehn. Für Fragen steht jederzeit gerne Chorleiter Mathis Meinrenken zur Verfügung, Tel. 07472/949529

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